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| Bis in die 1980er Jahre waren Stereoanlagen technikbedingt so groß, dass sie gleichzeitig auch eigene (manchmal dekorative) Möbelstücke waren. Sie waren außerdem vergleichsweise teuer, so dass die eigene Steroanlage eine der ersten großen Anschaffungen im Leben vieler Teenager war und ein Statussymbol darstellte.
In den siebziger Jahren waren Quadrofonie-Anlagen verbreitet, die sich jedoch letztendlich nicht durchsetzen konnten.
Seit der Verbreitung des Heimkinos spielen Anlagen mit mehr als zwei Kanälen eine zunehmende Rolle, diese werden manchmal Surroundanlagen genannt.
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Komponenten
Eine Stereoanlage besteht mindestens aus einer Quellen-, einer Verstärker- und einer Lautsprecherkomponente:
Quellenkomponenten sind für das Auslesen des (analogen oder digitalen) Tonsignals zuständig.
Bei digitalen Quellen wie CD- oder MiniDisc-Spieler, MP3-Player, DVD-Player und digitalen Tunern muß das analoge Signal mittels eines Digital-Analog-Wandlers wiederhergestellt werden. Dieser kann in den Komponenten integriert sein oder als eigenständige Komponente vorliegen.
Analoge Quellen sind beispielsweise Plattenspieler, analoge Tuner und (heute seltener) Kassettendecks und Tonbandgeräte.
Verstärkerkomponenten verstärken und, eventuell, verändern das analoge Signal der Quelle.
Anstatt des integrierten Verstärkers findet teilweise auch eine Trennung in eine Vor- und Endstufe statt. Daneben gibt es noch sogenannte Receiver, eine Kombination aus Verstärker und Tuner. Außerdem besteht die Möglichkeit, etwa durch Equalizer den Klang anzupassen.
Die Lautsprecherkomponenten sind für die Wandlung des elektrischen Signals in Schall zuständig. Dabei sind – je nach Anzahl der Kanäle – mehrere Lautsprecherboxen nötig.
Die meisten Lautsprecherboxen sind passiv, verfügen also über keinen eigenen Verstärker und werden an die Verstärkerkomponenten angeschlossen.
Aktivlautsprecher beinhalten bereits die Verstärkerkomponenten und teilweise sogar den Digital-Analog-Wandler. Sie werden direkt an die Quellen angeschlossen.
Subwoofer sind Lautsprecher, die speziell für die Wiedergabe von tiefen Frequenzen zuständig sind.
Daneben gibt es noch die Möglichkeit, Kopfhörer zu verwenden.
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Arten
HiFi-Turm
Beim klassischen „HiFi-Turm“ werden alle Geräte übereinander gestapelt. Dies geschieht oft auf einem eigenen Möbelstück (HiFi-Rack). Der Plattenspieler liegt dabei zuoberst. Es besteht dabei die Möglichkeit, Geräte unterschiedlicher Hersteller zu kombinieren.
Kompaktanlage
Bei einer Kompaktanlage sind alle Geräte in einem Gehäuse mit einheitlicher Bedienoberfläche vereint. Ohne Plattenspieler haben sie meist in einem Regal Platz. Dabei unterscheidet man zwischen Frontladern, die optisch einem HiFi-Turm ähneln, und flacheren und breiteren Topladern, die von oben bedient werden.
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HiFi
High Fidelity oder „HiFi“ bezeichnete ursprünglich ein standardisiertes Gütemerkmal aus den 1960er Jahren (das heutzutage von allen Anlagen erfüllt wird). Heute bezeichnet HiFi im Zusammenhang mit Stereoanlagen eine Tonwiedergabe von besonders hoher Qualität. Derartige Anlagen verwenden eine Kombination hochwertiger Einzelkomponenten.
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High-End
Vielfach wird der HiFi-Begriff auch mit einer Überzeugung in Verbindung gebracht, die das Ziel verfolgt, Musik zu Hause genau so wiederzugeben, wie sie vom Interpreten geschaffen wurde. Einige „Audiophile“ suchen jahrzehntelang nach einer HiFi-Anlage, die diesen Ansprüchen zusammen mit eventuellen persönlichen Vorlieben entspricht und investieren Vermögen für Verstärker, Lautsprecher oder gar Kabel. Fünfstellige Euro-Beträge für einzelne Komponenten sind dann keine Seltenheit mehr. Für diesen Bereich des HiFi hat sich der Begriff High-End etabliert. Hersteller, Händler und „High-Ender“ treffen sich beispielsweise jährlich zur HIGH-END Messe, die seit 2004 in München stattfindet.
Innerhalb der High-End-Szene kommt es häufig zu philosophischen Debatten darüber, was eine gute Anlage oder Aufnahme ausmache. Im Allgemeinen werden Meßwerte für unzureichend befunden, die „Musikalität“ einer Anlage zu beschreiben. Bekannt ist die Szene dafür, daß einige Mitglieder eine Vorliebe zu Röhrenverstärkern oder Schallplatten haben, die sie in mancher Hinsicht als neueren Techniken überlegen erachten. Manche Anhänger versuchen, durch oft teure Zusatzartikel wie Kabel aus massivem Silber, Netzfilter und andere diverse Komponenten den Klang ihrer Anlage weiter zu verbessern. Einige glauben Klangunterschiede bei „Tuningmaßnahmen“ zu hören, für die keine physikalische Erklärung gefunden wurde oder deren meßbare Unterschiede nur noch äußerst marginal sind. Derartige Behauptungen sind auch innerhalb der Szene umstritten und werden in extremen Fällen häufig als „Voodoo“ bezeichnet. Kassettenrekorder sind eine spezielle Form der Rekorder, bei denen die Tonaufzeichnung analog auf Compact Cassetten geschieht. Sie sind eine in den 1970er-Jahren populär gewordene kleine Variante der Tonbandgeräte. Die Compact Cassette, auch Audio-Kassette genannt, wurde 1963 von Philips auf den Markt gebracht. Kassettenrekorder gibt es in einer Vielzahl von Kombinationen und Arten: Als Einzel- oder Diktiergerät mit einem Lautsprecher und eingebautem Mikrofon Als Kassettendeck in einem HiFi-Turm Als Radiorekorder mit eingebautem Radioempfänger Als Teil einer Midi- Mini- oder Microstereoanlage Als Teil einer Kompaktanlage Als tragbares Gerät z.B. Sony Walkman Erste Heimcomputer (z. B. Sinclair ZX81) nutzten Kassettenrekorder auch zur Datenspeicherung (siehe hierzu auch Datasette). Inhaltsverzeichnis [Verbergen] 1 Funktionsweise 2 Bedienung 2.1 Standard-Bedienelemente 2.2 Zusatzfunktionen 2.3 Spurlage 3 Wartung [Bearbeiten] Funktionsweise [Bearbeiten] Bedienung [Bearbeiten] Standard-Bedienelemente Aufnahme Rücklauf Vorlauf Wiedergabe Stop Lautstärke Ein- und Ausgangsbuchsen [Bearbeiten] Zusatzfunktionen Stereophonie Pausentaste Suchlauf, automatischer Suchlauf Auto-Stop-System Aussteuerungsregler Aussteuerungsanzeige Aussteuerungsautomatik Hinterbandkontrolle Fe-/Cr-Umschalter (Bandwahlschalter) Rauschunterdrückungssystem eingebautes Mikrofon auto reverse (Gerät wechselt am Bandende automatisch von z.B. Seite "A" nach Seite "B".) eingebauter Radioempfänger [Bearbeiten] Spurlage Die für den Anwender am problematischsten zu handhabende Geräteeinstellung ist die Spurlage. Sie wird mit einer kleinen Schraube am Tonkopf eingestellt, welche mittels Schraubenzieher durch ein kleines Loch erreichbar sein sollte. Oftmals ist dieses Loch aber im Gehäusedesign nur angedeutet und muß vom Anwender selbst gebohrt werden. Ist die Spurlage verstellt, so werden die hohen Töne abgeschnitten, und die Aufnahme klingt dumpf. Da die Werkseinstellung zweier Geräte nahezu nie exakt übereinstimmt, muss für jede abzuspielende Fremdkassette der Tonkopf nachjustiert werden. Viele Anwender verkennen leider diesen Sachverhalt, was dazu führt, daß die Musik oft in schlechter Qualität weiterkopiert wird. Bei einem Doppeldeckrekorder empfiehlt es sich, Fremdkassetten grundsätzlich über das Abspielfach abzuspielen und die Spurlage des Aufnahmefaches in der Werkseinstellung zu belassen. Bei einem Auto-Reverse-Kassettendeck (Tonkopf und Bandlaufrichtung werden am Bandende automatisch umgekehrt) ist darauf zu achten, dass es hier zwei Schrauben (eine für Seite A und eine für Seite B) gibt. Dies ist meist beim Rotary-Reverse-System (der Ton-und Löschkopf sind auf einem drehbarem Element montiert) der Fall. Um die Spurlage einzustellen, kann folgedermaßen vorgegangen werden (rotary reverse): Eine bespielte Kassette einlegen, aber keine selbstbespielte, da bei der Eigenaufnahme ein Spurlagefehler unterlaufen sein kann. Die Kassette im Gerät wiedergeben und dabei langsam eine der Schrauben am Tonkopf drehen (Die Richtung ist dabei egal). Sind Änderungen an der Tonhöhe bemerkbar, so muss dieselbe Schraube weitergedreht werden, ansonsten muss die andere bewegt werden. Dabei genau hinhören, ob die hohen Töne schlechter (leiser) oder besser (lauter) werden. Werden sie schlechter (leiser), muss in die andere Richtung gedreht werden Werden sie besser (lauter), dann muss die Drehrichtung beibehalten werden Es gibt eine Stellung, in der die Töne am besten wiedergeben werden. Das bedeutet, wenn man weiterdreht wird die Wiedergabequalität wieder schlechter. Werden die Töne am besten (am lautesten) wiedergeben, ist die Stellung nicht mehr zu verändern Werden die Töne schlechter (leiser) ist alles ab Punkt 2. zu wiederholen! Wenn eine Schraube justiert ist, dann stoppt man das Gerät, nimmt die Kassette heraus und legt sie umgekehrt wieder ein. (So kann man auch mit einem Kassettenrekorder verfahren, allerdings muss dabei nur eine Schraube eingestellt werden.) Nun drückt man die Reverse-Taste. Damit wird wieder die Seite, die vor dem umdrehen abgespielt wurde, wiedergegeben. Das bedeutet, dass dieselben Töne wie vorher zu hören sind, und somit kann auch die Tonkopfseite B justiert werden. Damit weist sie die selben Aufnahme- und Wiedergabeeigenschaften wie Seite A auf. Da der Kassettenrekorder 2 Schrauben zur Einstellung aufweist, kann der Tonkopf auch 2 verschiedene Stellungen einnehmen. Wenn der Tonkopf auf die Seite einer Schraube gedreht ist (= an einer Schraube ansteht), kann Seite A eingestellt werden. Wenn er auf die Seite der anderen Schraube gedreht ist, so kann Seite B eingestellt werden. Deshalb ist es noch nötig, die andere Schraube zu justieren. Dafür wiederholt man die Punkte 2. bis 4.. Wenn ihr jetzt etwas aufnehmen bzw. wiedergeben wollt, sollte es sich auf beiden Seiten, also in beiden Richtungen, völlig gleich anhören. (Da Kassettendecks immer unbeliebter werden, wird die beschriebene Einstellung der Spurlage von den Herstellern oft vernachlässigt.) [Bearbeiten] Wartung Ein Verdrecken des Tonkopfes führt zu einem Abschneiden der hohen Töne. Daher sollte dieser etwa zweimal im Jahr mit einem alkoholgetränkten Wattestäbchen saubergerubbelt werden. Des Weiteren wird das Gummi der Andruckwelle mit der Zeit hart und rutschig, ebenso leiert der Keilriemen mit der Zeit aus. Da beides zu Gleichlaufstörungen (Leiern und Jitter) führt, sollten beide Teile etwa alle fünf Jahre ausgetauscht werden. Auch empfielt es sich, den Tonkopf gelegentlich zu entmagnetisieren. Ein weiteres Verschleißteil ist der Motor. Dieser muss nach ca. 15 Jahren erstmals gewechselt werden.
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